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Harmonie kann auch in Modefotografien entstehen. Das Objekt der Begierde – sei es ein Umhang, ein Kleid, ein Hut oder ein Schmuckstück – wird zum Protagonisten eines Ganzen, das Linien, Formen, Volumen und Räume harmonisch vereint. Das Vokabular dieser Bilder offenbart somit einiges, ja sogar sehr viel, über die Architektur des 20. Jahrhunderts. Von den essentiellen Formen Walter Gropius’ und des Bauhauses bis hin zur Klarheit von Le Corbusiers Entwurf – in einem Streben nach Modernität zwischen Erinnerung und Zukunft.


Es ist eine Weltpremiere Ausstellung Horst P. Horst. Die Geometrie der Anmut, Die Ausstellung ist noch bis zum 5. Juli nächsten Jahres in Venedig in den Stanze della Fotografia zu sehen.Insel San Giorgio. Außergewöhnliche Räumlichkeiten, raffinierte Ausstattung für dieses Retrospektive – kuratiert von Anne Morin in Zusammenarbeit mit Denis Curti – gewidmet Horst P. Horst (1906–1999), ein Gigant der klassischen Fotografie des 20. Jahrhunderts, einer ihrer absoluten Meister.

Über 400 Werke werden ausgestellt, mehr als die Hälfte davon noch nie zuvor.

Über 400 ausgestellte Werke, von denen drei Viertel noch nie zuvor gezeigt wurden, erzählen die Geschichte von Komplexität von Horsts Werk und seiner Transversalität. nicht nur Modefotograf (verewigt in den Seiten der berühmten Vogue) aber auch Erforscher der NaturelementeBlumen, Blätter, Muscheln … Mode, wie auch die Natur, bestätigt das Eleganzverständnis dieses Künstlers. Dies kommt in seinen Vogue-Fotografien deutlich zum Ausdruck und wird in seiner Interpretation der Natur, die Horst später in seine Porträts und sein gesamtes weiteres Werk einfließen lässt, wiederholt.


Sie trugen dazu bei, die Modefotografie zu einer wahren Kunstform zu machen. Grundlegend für diesen Prozess waren die Architekturstudie (womit sich Horst beschäftigte, bevor er sich der Fotografie widmete) und die Kooperationen mit Gropius und Le CorbusierDaraus resultiert auch seine Vorstellung vom Bild als Architektur aus Formen und Licht, sein Streben nach präzisen Proportionen, sein Streben nach reiner Form. Kurz gesagt: Harmonie als höchste Synthese.

Fotografie ist eine Architektur aus Formen und Licht.

Die Ausstellungsroute ist die Die Geschichte von fast siebzig Jahren fotografischer Arbeiten, von 1923 bis 1989, angereichert mit Skizzen, Entwürfen und Collagen. Und das aus seinen Kameras. Außergewöhnlich. ikonische Modeaufnahmen, die für Vogue geschaffen wurden, wobei die Protagonisten die Kleidung, die Hüte, der Schmuck, die Umhänge sind: Drapierungen aus Linien und Volumen, Licht und Helldunkel, mit dem gemeinsamen Nenner großer formaler Eleganz. Ausgestellt sind die seine SelbstporträtsUnd Porträts großer Persönlichkeiten aus Mode und UnterhaltungIngrid Bergman und Coco Chanel, Salvador Dalí und Yves Saint Laurent, Luchino Visconti, Gianni Versace…


Es gibt auch Venedig, wo Horst 1947 anlässlich der Biennale und des Filmfestivals weilte.Die Lagunenstadt, in der heute die größte jemals dem Künstler gewidmete Retrospektive stattfindet, war damals die ideale Bühne für eine Art fotojournalistischer Reportage über Adlige und Persönlichkeiten der gehobenen Gesellschaft jener Zeit, von Maria Callas bis Jean Cocteau.

Horst P. Horst. Die Geometrie der Anmut entstand aus einem gemeinsamen Projekt von Marsilio Arte und der Giorgio Cini Stiftung.

Horst P. Horsts „Fotografische Harmonie“: Weltpremiere in Venedig letzte Änderung: 2026-02-26T09:00:00+01:00 da Christina Campolonghi

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