BASILICATA
Zwischen dem Pollino-Gebirge im Süden und den Tälern des Lukanischen ApenninsBasilikata, an das Tyrrhenische und das Ionische Meer angrenzend, ist vielleicht die wildeste und geheimnisvollste Region Italiens. Hier liegt Matera – die in den Fels gehauene Stadt der Sassi, Kulturhauptstadt Europas 2019 und eine der außergewöhnlichsten UNESCO-Welterbestätten –, wo der Mensch seit achttausend Jahren ununterbrochen die Höhlen der Gravina-Schlucht bewohnt und so eines der komplexesten und faszinierendsten Höhlenwohnsysteme der Menschheitsgeschichte geschaffen hat. Es ist das Land von Carlo Levi und seinem Roman „Christus kam nur bis Eboli“, von Dörfern wie Pisticci, Tricarico und Grottole, die tiefe Täler überblicken, und von den Pollino-Wäldern, wo bosnische Kiefern wie ein Denkmal der Widerstandsfähigkeit an den Felsen wachsen.
Strände
Trotz seiner überwiegend gebirgigen und landeinwärts gelegenen Struktur bietet die Basilikata zwei atemberaubend schöne Küstenabschnitte mit Zugang zum Meer. Die ionische Küste, mit rund 40 Kilometern die längste, lockt mit feinen, goldenen Sandstränden wie Metaponto – mit seinem traumhaften Strand und den Tavole Palatine, den Ruinen des Tempels der Hera Argive –, Nova Siri, Policoro mit dem Wald Bosco Pantano und dem Naturschutzgebiet San Giuliano. Die tyrrhenische Küste, nur 30 Kilometer zwischen Maratea und Sapri, zählt zu den spektakulärsten Küstenabschnitten Süditaliens: das Dorf Maratea mit der 21 Meter hohen Christusstatue, die sich über das Kap erhebt, die Kalksteinfelsen des Monte San Biagio, die Buchten von Acquafredda und Fiumicello sowie kristallklares Wasser, das der Schönheit der Amalfiküste in nichts nachsteht.
Landschaft
Der Nationalpark Pollino, Italiens flächenmäßig größter Nationalpark, erstreckt sich über die Berge zwischen Basilikata und Kalabrien und besticht durch seine außergewöhnliche Artenvielfalt und alpine Schönheit. Die Bosnische Kiefer – der charakteristische Baum des Parks, der mit seinem knorrigen Stamm und der goldenen Rinde Jahrtausende auf den schroffsten Felsen überdauert – ist ein Symbol der Widerstandsfähigkeit. Die Lukanischen Dolomiten von Castelmezzano und Pietrapertosa erheben sich wie die Türme einer natürlichen Burg senkrecht aus dem Agri-Tal. Zwischen den beiden Orten verläuft der Engelsberg (Volo dell'Angelo), Italiens aufregendste Seilrutsche. Das Agri-Tal mit dem Pertusillo-Stausee – einem der größten Seen Süditaliens –, der Ölförderung des größten Ölfelds Kontinentaleuropas und den Quellen der Flüsse Bradano und Basento vervollständigen das Bild einer kraftvollen und doch stillen Region.