LAZIO
Im Herzen der italienischen Halbinsel, wo der Tiber die Wasser des Apenningebirges zum Tyrrhenischen Meer transportiert, Latium ist die Region, in deren Herzen Rom, die Ewige Stadt, seit über zwei Jahrtausenden Hauptstadt Italiens und der westlichen Welt, liegt. Es ist das Land, wo jeder Stein Jahrhunderte Geschichte erzählt, jeder Brunnen ein barockes Meisterwerk ist und jede Straße einem aufgeschlagenen Steinbuch gleicht. Das Kolosseum und die Kaiserforen, das Pantheon und der Vatikan, der Trevi-Brunnen und die Piazza Navona, die Katakomben und die Via Appia: Rom ist eine Konzentration von Schönheit und Geschichte, die weltweit ihresgleichen sucht. Doch Latium ist noch viel mehr: eine Region mit Vulkanseen, mittelalterlichen Dörfern, der Küste des Tyrrhenischen Meeres und uralten Agrarlandschaften.
Strände und Seen
Die Küste Latiums erstreckt sich über rund 360 Kilometer von der toskanischen bis zur kampanischen Grenze und bietet Strände mit dunklem Vulkansand und hellem Sand, Landzungen und Buchten. Der Monte Circeo mit seinem Kalksteinvorsprung, der die trockengelegten Pontinischen Sümpfe und das Meer überragt, bildet das Herzstück des Nationalparks Circeo: unberührte Strände, Eichen- und Steineichenwälder, der Sabaudia-See und die Sirenenhöhle. Sperlonga, auf einem weißen Felsen zwischen zwei Stränden gelegen, ist eines der schönsten Küstendörfer Italiens. Gaeta mit seiner Kathedrale und dem Monte Orlando, Anzio und Nettuno mit Stränden, die schon die alten Römer liebten, und Friedhöfen aus dem Zweiten Weltkrieg sowie der Strand von Sabaudia, der zu den schönsten Italiens zählt, sind weitere reizvolle Orte. Die Vulkanseen Bracciano, Bolsena – der größte Vulkansee Europas –, Nemi und Martignano bereichern das Herzstück der Region um weitere Gewässer von außergewöhnlicher Schönheit.
Landschaft
Die Castelli Romani – Frascati, Castelgandolfo mit der päpstlichen Sommerresidenz, Ariccia und Rocca di Papa – auf den vulkanischen Hügeln der Albaner Berge bieten Weißweine, Porchetta und Ausblicke auf Rom und das Meer. Die Ciociaria im Hinterland von Frosinone besticht durch Dörfer wie Alatri mit seinen Zyklopenmauern, Anagni mit dem päpstlichen Dom, Ferentino und die Abtei Casamari. Die Tuscia bei Viterbo mit Civita di Bagnoregio – der sterbenden Stadt, die auf einem Tuffsteinfelsen thront – den Gärten von Bomarzo, dem Bolsenasee und den Thermalbädern von Viterbo zählt zu den faszinierendsten und zugleich unbekanntesten Regionen Italiens. Die Sabina mit ihren uralten Olivenbäumen und das Naturschutzgebiet Monti Lucretili im Herzen Latiums vervollständigen ein regionales Mosaik von unerschöpflicher Vielfalt.