In Italien und im Ausland ist Fußball der beliebteste Sport der Italiener. Wenn man an italienische Auswanderer im Ausland denkt, die über Fußball sprechen, denkt man sofort an die großen Ligen: Juventus, Milan e InterSie sind diejenigen, die die europäischen Bühnen dominierten, die Trikolore um die Welt trugen und selbst auf fernen Kontinenten Fangemeinden aufbauten.
Doch in Zürcher Pizzerien, Torontoer Clubs oder Bars in Buenos Aires findet man oft Schals und Fahnen, die nicht den großen Namen gehören, sondern Teams, die für ihre Fans einen noch tieferen Wert haben: ihre Wurzeln. Oder man sieht kleine Gruppen von Fans, die sich bei Spielen ihrer Heimatmannschaft vor den Fernsehern drängen. Vielleicht ist es gerade die Distanz, die – neben der Nostalgie – die Verbindung zum Heimatverein vertieft und nicht zu den großen Teams, die man vielleicht als Kind unterstützt hat.
Für die, die gegangen sind, ist Fußball nicht nur ein Spiel. Es ist die Stimme, die an den Dialekt erinnert, die Straßen, den Geruch von Zuhause. Egal, ob Scudetto oder hart umkämpfter Abstiegskampf: Das Tor, das Tausende von Kilometern entfernt geschossen wurde, wird zur Brücke, die die Gebliebenen und die Gegangenen verbindet.
Italiener im Ausland und ihre Unterstützung für ihre Stadt
Palermo und Catania beispielsweise bleiben selbst in den schwierigsten Momenten unverwüstliche Banner. In New York, New Jersey oder Sydney gibt es keinen Mangel an Rosanero- und Rossazzurri-Fanclubs. Es ist nicht so sehr eine Frage der Kategorie, sondern der Zugehörigkeit. Die Leute treffen sich, um ein Spiel live zu sehen, die Hymne zu singen und spielerisch mit ihren „Cousins“ auf der anderen Seite zu streiten: Fußball wird zu einer Sprache, die nie vergessen wird. Roma e Lazio Dank der vielen Lazio-Fans, die über den alten Kontinent verstreut sind, werden sie in ganz Europa unterstützt.
Il Lecceist für die in der Schweiz, Deutschland oder Belgien verstreut lebenden Salento-Ureinwohner viel mehr als nur ein Team. Es ist eine Postkarte mit Meer und Lecce-Stein, eine Möglichkeit, sich selbst in einem kalten und fernen Land zu Hause zu fühlen. Jedes Mal, wenn die Giallorossi das Spielfeld betreten, erinnern sich die Auswanderer an Sonntage, die sie im Stadion Via del Mare oder vor dem Fernseher mit ihren Familien verbracht haben.
Sowie die Fans Bari, gefolgt von Deutschland und den Vereinigten Staaten, wodurch ein Zugehörigkeitsgefühl lebendig bleibt, das über die Kategorie hinausgeht.
Kampanien ist keine Ausnahme: Napoli, in Avellino, in Salerno In Benevento ist Fußball Teil der Identität, und dieses Gefühl nimmt diejenigen mit, die die Stadt verlassen. Neapel ist sehr beliebt, vor allem in den USA, und in New York gibt es einen Neapel-Club (Foto folgt).

In Deutschland und der Schweiz ist der Aufstieg in die Serie A der Salernitana 2021 sorgte es in einigen Clubs für Partys, während die „Hexen“ von Benevento ganze Gemeinden mit ihrem ersten Aufstieg in die Serie A jubeln ließen.
Derselbe Stolz beseelt die Fans der Form, die den Ruhm von „Zemanlandia“ nie vergessen haben: Noch heute, in Holland oder Deutschland, erzählen diejenigen, die in den 60er Jahren ausgewandert sind, ihren Kindern und Enkeln von diesem brillanten Fußball, der einst die großen Vereine herausforderte. Genau wie Catanzaro und Cosenza, die für die nach Argentinien, Kanada oder Australien ausgewanderten Kalabresen nicht nur Mannschaften sind, sondern Symbole, die sie an ihre Herkunft erinnern. Jedes Überleben in der Serie B wird zu einem Grund zum Feiern, jeder Sieg zu einem Vorwand, sich weniger weit entfernt zu fühlen.
Kurz gesagt: Im italienischen Auswandererfußball geht es nicht nur um die Champions League und große Namen. Es geht um hart umkämpfte Abstiegskämpfe, hitzige Derbys und jahrzehntelang ersehnte Aufstiege. Es ist ein unsichtbarer Faden, der die Auswanderer mit dem Ort verbindet, den sie verlassen haben. Denn wenn man seine Heimatmannschaft unterstützt, spielt es keine Rolle, ob es Palermo oder Bari, Salernitana oder Cosenza ist: In diesem Moment ist man wieder zu Hause.




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