Ab 2026 wird das Staatsexamen einer umfassenden Reform unterzogen. Der Ministerrat hat das Dekret zur Reform der Abschlussprüfung für die Sekundarstufe II genehmigt, das im vergangenen Frühjahr vom Bildungsminister Giuseppe Valditara angekündigt worden war.
Die erste Neuerung betrifft den Namen: Die Prüfung wird offiziell wieder „Reifeprüfung“, und erinnert damit an den symbolischen Wert eines Übergangsritus, der es seit Jahrzehnten auszeichnet.
Die wichtigsten Neuerungen der neuen Abschlussprüfung
Die Änderungen betreffen vor allem die mündliche Prüfung, die erhebliche Änderungen erfahren soll. Hier sind die wichtigsten Neuerungen.
- Vier Themen im InterviewEs soll nicht mehr der gesamte Lehrplan angeboten werden, sondern nur noch vier Fächer, die der Minister jedes Jahr im Januar auswählt. Italienisch und Mathematik (bzw. Latein und Griechisch für klassische Gymnasien) sollen ersten Berichten zufolge immer dabei sein.
- Stoppen Sie beim ursprünglichen Dokument: Das von der Kommission ausgewählte Material (Fotos, Texte, Dokumente), das bisher als Ausgangspunkt für das Interview diente, verschwindet.
- Bindungswirkung der mündlichen: Wer sich weigert, daran teilzunehmen, fällt automatisch durch, auch wenn die schriftlichen Tests und Credits für eine Versetzung ausreichen.
- Schriftliche Prüfungen und „leichte“ AufträgeDie schriftlichen Prüfungen bleiben jedoch im Wesentlichen unverändert: Italienisch als erste Prüfung und das Hauptfach als zweite. Die Zusammensetzung der Prüfungsausschüsse wird sich jedoch ändern, wodurch die Prüfungen „leichter“ werden, d. h. leichter als traditionelle Prüfungen.
- Größere Gewichtung von PCTO und VerhaltenBesonderes Augenmerk wird auf die Erfahrungen mit den „Pathways for Transversal Skills and Orientation“ (PCTO) gelegt, die in die Bewertung des mündlichen Interviews einfließen. Darüber hinaus müssen sich Studierende mit einer ausreichenden Note (6) in der Verhaltensprüfung einer zusätzlichen Prüfung unterziehen: einer Arbeit zum Thema Staatsbürgerkunde und aktive Bürgerschaft.
Die Gründe für die Reform
Das schärfere Vorgehen bei mündlichen Prüfungen sollte auch Vorfälle wie bei den Abschlussprüfungen 2025 verhindern. Damals erschienen einige Studierende nicht zum Abschlussgespräch, weil sie überzeugt waren, die Prüfung bereits bestanden zu haben. Mit den neuen Regelungen wird ähnliches Verhalten unweigerlich zum Nichtbestehen führen.
Mit dieser Reform möchte die Regierung der Abschlussprüfung wieder mehr Ernsthaftigkeit und Bedeutung verleihen und ihren pädagogischen und symbolischen Wert stärken.