April 2 2026
Gabriele Gravina ist offiziell von seinem Amt als Präsident des italienischen Fußballverbandes zurückgetreten. Die Nachricht wurde während einer Dringlichkeitssitzung bekannt, die heute Nachmittag im Hauptsitz des Verbandes in Rom stattfand und an der Vertreter aller Bereiche des italienischen Fußballs teilnahmen – von der Serie A bis hin zu den Spieler- und Trainerverbänden.
Zum Zeitpunkt seines Rücktritts legte Gravina den Termin für die Wahl seines Nachfolgers fest: Am 22. Juni soll in Rom eine außerordentliche Versammlung stattfinden, um den neuen Präsidenten zu wählen.
Der Kontext: Drei Weltmeisterschaften in Folge abgesagt
Gravina stand seit 2018 an der Spitze des italienischen Fußballverbands FIGC. Sein Rücktritt erfolgt im Zuge des dritten aufeinanderfolgenden Scheiterns des Landes bei der WM-Qualifikation – eine negative Bilanz, die sowohl in der Politik als auch in der italienischen Sportwelt im Allgemeinen für wachsende Unzufriedenheit gesorgt hat.
Zu allem Übel äußerte sich Gravina nach dem Spiel gegen Bosnien: Um den Ergebnisunterschied zwischen Fußball und anderen Sportarten zu erklären, bezeichnete er andere Sportarten als „Amateursport“ im Vergleich zum Profifußball und tat diese damit als abwertend ab. Zahlreiche Spitzensportler reagierten umgehend.
Politische Reaktionen
Die Regierung hatte eine klare Position bezogen. Sportminister Andrea Abodi hatte öffentlich erklärt, der italienische Fußball brauche eine grundlegende Reform, beginnend mit einem Wechsel an der Spitze des Verbandes. Mehrere Parteien, sowohl Regierungs- als auch Oppositionsparteien, hatten ebenfalls lautstark einen Rückzieher gefordert.
Wer geht mit ihm?
Neben Gravina verlässt auch Gigi Buffon, der als Delegationsleiter der Nationalmannschaft fungierte, seinen Posten. Die Zukunft von Trainer Gennaro Gattuso ist weiterhin ungewiss.
Mögliche Nachfolger
Zu den aussichtsreichsten Kandidaten für das Präsidentenamt zählt Giovanni Malagò, der erst kürzlich bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand-Cortina Erfolge feierte. Auch Giancarlo Abete und Matteo Marani werden als mögliche Kandidaten gehandelt. Letztendlich wird die Wahlversammlung im Juni die Entscheidung bringen.




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