Der serbische Champion spricht mit Vanity Fair Italia über seine Karriereziele, seine Liebe zur italienischen Kultur und seinen Traum von einem weiteren Grand-Slam-Titel.
Novak Djokovic gönnt sich eine Pause im Turnierkalender – er hat sowohl die Masters-1000-Turniere in Miami als auch in Monte Carlo abgesagt –, doch der serbische Champion ist nie wirklich untätig. In einem Interview mit Vanity Fair ItalienDer 24-fache Grand-Slam-Sieger sprach über sich selbst aus allen Blickwinkeln: seine Ziele, seine Vorlieben, seine damalige Philosophie und vor allem eine tiefe Liebe zu Italien, die weit über die bloße touristische Wertschätzung hinausgeht.
„Ich könnte stundenlang darüber reden.“
Djokovic bezeichnete Italien als „die wichtigste Nation in der Geschichte der Menschheit“ – mit einer Begeisterung, die kaum Zweifel an der Aufrichtigkeit seiner Einschätzung lässt. Er nannte Geschichte, Kultur, Musik, Essen, Autos und Mode als Gründe für die universelle Liebe zum Bel Paese, doch die Verbindung ist auch sehr persönlich: Djokovic hat mit italienischen Mitarbeitern in seinem Team zusammengearbeitet und tut dies weiterhin, ist stolz darauf, Italienisch zu sprechen, und hält es für eine der schönsten Sprachen der Welt.
Auch dem italienischen Tennis wurde Tribut gezollt: Djokovic lobte die Erfolge Italiens im Herren- und Damentennis der letzten 10 bis 15 Jahre, bezeichnete Italien als die derzeit führende Nation auf der Tour und gratulierte allen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben, aufrichtig.
Zeit, Familie, Geist
Eine der berührendsten Aussagen im Interview betrifft sein Verhältnis zur Zeit. Djokovic gab zu, dass er bei den wichtigen Ereignissen im Leben seiner Kinder und für seine Familie da sein möchte, wohl wissend, dass ihn seine häufigen Reisen oft weit von zu Hause wegführen.
Auf dem Spielfeld hingegen wird die Zeit beinahe mystisch: Während der Spiele ist er so konzentriert, dass er das Zeitgefühl verliert, doch ein Blick auf die Uhr hilft ihm, sich mental neu zu orientieren. Und abseits des Spielfelds? Wenn er übereinstimmende Zahlen auf der Uhr bemerkt, wie 11:11, sieht er darin etwas Spirituelles.
Aus diesem Interview geht ein ungewöhnlicher und intimer Djokovic hervor: ein Champion, der mit ungebrochenem Ehrgeiz nach vorne blickt, aber gelernt hat, auch in den kleinen Dingen einen Sinn zu finden – wie in den Wörtern einer Fremdsprache, die er sich angeeignet hat, oder in den Zahlen auf einer Uhr, die ihm etwas zu sagen scheinen.




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