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Laut dem neuesten Ranking von Amazon – das sich auf den Zeitraum vom 1. Juli 2024 bis zum 30. Juni 2025 bezieht und auf der Grundlage der Anzahl der pro Kopf gekauften Bücher (sowohl in gedruckter als auch in digitaler Form) in Städten mit mehr als 50.000 Einwohnern berechnet wurde – ist die unangefochtene Königin der Städte mit den meisten Lesern in Italien Milano.

Pavia belegt den zweiten Platz, Padua klettert auf den dritten. Die Top Ten werden in dieser Reihenfolge von Bologna, Siena, Pisa, Florenz, Cagliari, Rom und Triest komplettiert. Das Ranking von 2025 bestätigt damit einen etablierten Trend: Mailand ist seit Jahren führend unter den italienischen Buchliebhabern.

Was uns der Geschmack der Italiener verrät

Die Studie ermittelt nicht nur, welche Städte am meisten lesen, sondern erfasst auch die bevorzugten Genres und die meistgekauften Titel und skizziert so einige Merkmale der „kollektiven Psychologie der Leser“. An der Spitze der Liste stehen Literatur und Belletristik, gefolgt von Sachbüchern und Nachschlagewerken, Kriminalromanen und Thrillern, psychologischen Essays und historischen Romanen.

Die meistverkauften Titel im Jahr 2025 sind:

  1. Der Gott unserer Väter von Aldo Cazzullo – ein Werk, das sich der Bibel wie ein großer Roman nähert.
  2. Das Lied der rebellischen Herzen von Thrity Umrigar.
  3. Tatà von Valérie Perrin.
  4. Die Vergangenheit ist ein Toter ohne Leiche von Antonio Manzini.
  5. Wie die Bitterorange von Milena Palminteri.

Diese Vielfalt – von „klassischer“ Belletristik über zeitgenössische Belletristik, Sachbücher, Geschichtsbücher bis hin zu Thrillern – zeigt, wie Lesen weiterhin nicht nur als Unterhaltung, sondern auch als Reflexion, Wissensvermittlung und Flucht erlebt wird.

Die Kluft zwischen Nord und Süd: eine offene Frage

Dieses Ranking verdeutlicht auch eine geografische Diskrepanz: In Mittel- und Norditalien ist der Anteil lesender Erwachsener höher als im Süden und auf den Inseln. Tatsächlich ist unter den Top Ten nur Cagliari aus dem Süden vertreten, während alle anderen Städte – mit Ausnahme von Rom – im Norden liegen. Laut einem Bericht aus dem Jahr 2025 lesen in Mittel- und Norditalien 77 % der über 15-Jährigen (Bücher, E-Books oder Hörbücher), verglichen mit 62 % im Süden und auf den Inseln.

Dieses Ungleichgewicht lässt vermuten, dass Lesen in Italien keine gleichmäßig verbreitete Gewohnheit ist, sondern ein Phänomen, das stark vom territorialen Kontext, der kulturellen Infrastruktur und der sozialen Dynamik beeinflusst wird.

Wie viel lesen die Menschen? Das Ranking von 2025: Eine Momentaufnahme des Leseverhaltens in Italien. letzte Änderung: 2025-11-29T07:00:00+01:00 da Antonio Murone

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