Für die Welt ist Italien das „Bel Paese“: ein traumhaftes Urlaubsziel mit seinen Kunststädten, dem Meer und den Bergen, ganz zu schweigen von der vielfältigen Küche und den Weinen. Das gilt auch für viele Italiener, die ihr Land verlassen haben, um im Ausland zu arbeiten: Sie kehren im Sommer oder zu Weihnachten nach Hause zurück, um wieder mit Familie und Freunden zusammenzukommen, verbringen den Rest des Jahres aber mit einem Job, den sie hier vielleicht nicht hätten.
Wie viele Italiener sind im Ausland?
Laut den neuesten Daten von AIRE, dem Register der im Ausland lebenden Italiener, leben weltweit über 6,1 Millionen Italiener (davon 3,6 Millionen in Familien). Die Länder mit der höchsten italienischen Bevölkerungszahl sind – historisch und aktuell – Argentinien und Brasilien, doch die Liste der beliebtesten Reiseziele umfasst tatsächlich nicht jeden Winkel der Erde.
Wann sind sie weggegangen? Was machen sie beruflich? Würden sie nach Italien zurückkehren? Hier ein Beispiel.
Vom alten Kontinent zu den Antipoden
Mattia hatte schon immer eine Leidenschaft für Zahlen. Der 1976 geborene Mattia schloss sein Abitur mit einem Mathematik-Abschluss ab und promovierte anschließend in Madrid, wo er heute (und das schon seit einigen Jahren) eine Professur an der Universität innehat.
Serena ist seit über zwanzig Jahren Weltbürgerin. Sie studierte Geisteswissenschaften an der Universität, zog dann für einen Master in Entwicklungspolitik nach Großbritannien, folgte den Reisen ihres Mannes, einem Ingenieur, nach Hongkong und Singapur und schließlich in die USA. Hier startete sie kürzlich eine völlig neue Karriere als Innenarchitektin.
Monica hat in Italien ihren Schulabschluss gemacht und lebt seit acht Jahren am anderen Ende der Welt, in Brisbane. Ihr Freund zog fast sofort nach. Sie arbeiteten zehn Monate lang in Hostels und auf Bauernhöfen, lernten die Sprache und das Land kennen, bevor sie eine Pause einlegten. Jetzt haben beide einen unbefristeten Vertrag bei einem Logistikunternehmen mit einem guten Gehalt und verschiedenen Sozialleistungen.
Zwischen Nostalgie und Chance
Wir alle vermissen Italien schrecklich. Doch das Arbeitsumfeld – die realen Wachstumsaussichten, die Möglichkeit, sich neu zu erfinden, die Vertragsbedingungen – verhindern jede Versuchung, umzukehren.
Natürlich ist nicht alles Gold, was glänzt, und unsere Landsleute im Ausland teilen zweifellos eine Reihe wesentlicher Eigenschaften: Flexibilität, Anpassungsfähigkeit, Risikobereitschaft, Entschlossenheit und, warum nicht, Mut. Für viele begann jedoch alles mit dem Versenden eines gut formulierten Lebenslaufs. Sonst nichts.
Der erste Schritt: keine Ausreden
Manche haben ihren Traumjob gefunden. Andere einen sicheren, gut bezahlten Job. In jedem Fall raten Expats unzufriedenen oder – schlimmer noch – arbeitslosen Italienern, neue Wege zu gehen. Und zwar sofort. Unabhängig von Alter und Karriereweg.
Es gibt heute unzählige Tools für die Suche nach neuen Möglichkeiten: von Portalen für die Durchführung von Zeitarbeitsjobs in allen Teilen der Welt bis hin zu Plattformen, auf denen Sie Ihren Lebenslauf in wenigen Minuten erstellen können, wie zum Beispiel Arbeitssuchender; von Websites, die auf internationale Angebote spezialisiert sind, bis hin zu Online-Communitys von Italienern im Ausland.
Der Schlüssel, so unsere glücklich im Ausland lebenden Landsleute, liegt darin, keine Ausreden zu erfinden. Der Schritt vom Lebenslauf zum Vertrag kann kürzer sein, als man denkt. Und den eigenen Weg zu finden (oder wiederzuentdecken), ist sicherlich ein erstrebenswertes Ziel.




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